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Jul
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Schnecken fühlen sich jetzt wie im Paradies

Gärten bieten ihnen einen reich gedeckten Tisch – Expertentipp zur Bekämpfung

Groß-Gerau, 27. Juli 2011 – Bei Trockenheit ist von Nacktschnecken im Garten kaum etwas zu sehen. Umso mehr wundern sich Gartenbesitzer über die Vielzahl der nackten Räuber, die bei der derzeit feuchten Witterung ihre schleimigen Spuren zwischen den Beeten ziehen und dabei viele Pflanzen beschädigen oder wie Jungpflanzen ganz abfressen.

Der Tübinger Diplom-Agrarbiologe und Schneckenexperte Christoph Allgaier führt dies auf die Überlebenskünste von Nacktschnecken zurück. Denn nahezu alle Nacktschneckenarten können längere Trockenzeiten wie in diesem Frühjahr gut überstehen, indem sie einfach abwartend an mikroklimatisch geschützten, feuchteren Stellen im Boden bleiben. Das gilt vor allem für die widerstandsfähige und mittlerweile weit verbreitete Spanische Wegschnecke, die als Jungtier in Hohlräumen der obersten Bodenschicht überwintert, und zwar vorwiegend außerhalb der Anbauflächen.

Gefahr droht dem Schneckenexperten zufolge aber auch in den Beeten selbst. Denn dort versteckt sich im Boden die Genetzte Ackerschnecke, die bei Nacht oder feuchter Witterung zur Nahrungsaufnahme nach oben kommt und an Pflanzen ihren Hunger stillt. Diese Schadschneckenart überwintert in allen Entwicklungsstadien und vermehrt sich ganzjährig. Deshalb kann sie sich bei feuchter Witterung in kurzer Zeit zu einem Massenschädling entwickeln und Hobbygärtnern auf Grund ihrer Fraßschäden, die sie an Pflanzen anrichtet, viel Ärger bereiten.

Um Schnecken Einhalt zu gebieten, empfiehlt Allgaier häufigeres Bearbeiten der obersten Bodenschicht. Damit werden Bodenhohlräume zerstört, in denen sich Schnecken tagsüber oder bei Trockenheit verstecken. Um die vorwiegend bei Nacht oder an feuchten Tagen zuwandernde Spanische Wegschnecke abzuhalten, rät der Experte zum Anbringen von Schneckenzäunen. Diese zeigen allerdings nur dann Wirkung, wenn sie sachgerecht aufgestellt und wenn gleichzeitig auch die im Innern des Zaunes lebenden Schnecken bekämpft werden.

Dies kann mit dem sparsamen Ausstreuen von Schneckenkorn erfolgen, das auch hilft, um empfindliche Pflanzenbestände wie beispielsweise Keimlinge zu schützen oder Schnecken während einer längeren Regenperiode vom Beet fernzuhalten. Der Schneckenkorn-Wirkstoff Metaldehyd habe sich dabei besonders bewährt, wei er bei geringer Ausbringmenge bereits sehr wirksam ist. Generell sollte Schneckenkorn nur breitflächig und nach Gebrauchsanleitung ausgebracht werden. Wichtig ist auch, dass für Nützlinge des Gartens keine Gefahr ausgeht und der Boden nicht belastet wird, so Allgaier.

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